Die einstige Prachtstraße der Stadt

Der Buchholzer Bahnhof und die Bahnhofstraße sind eng mit dem Aufschwung der Stadt verknüpft: Am 1. Juni 1874 wurden die Bahnlinie Harburg-Bremen über Buchholz und der neue Bahnhof eingeweiht. In der Folge stieg die Zahl der Einwohner bis 1905 um rund 30 Prozent. Mit den erhöhten Einwohnerzahlen wuchsen auch Handel und Handwerk. Buchholz entwickelte sich zur Zentrale der Nachbargemeinden und zum „Tor zur Heide“.

Die Bahnhofstraße galt lange Zeit als Prachtstraße der Stadt, in der viele Trends ihren Anfang nahmen: Hier wurden z. B. das erste Buchholzer Kino („Hansa Lichtspiele“, 1924) und der erste Buchholzer Supermarkt eröffnet. Noch heute befinden sich historische Gebäude aus der Jahrhundertwende in der Bahnhofstraße: Das Bahnhofshotel und das sogenannte Ärztehaus mit lateinischer Inschrift „Mens sana in corpore sano“ im Portal sind Zeugen des damaligen Aufschwungs.

Mit der Neugestaltung des Quartiers wird ein neuer Aufbruch im Zentrum der Stadt eingeläutet – die einstige Prachtstraße wird zu neuem urbanen Leben erweckt.